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E-Mobilität

E-Mobilität

Der Verkehr der Zukunft soll sich elektrisch bewegen. E-Fahrzeuge sind leise, fahren emissionsfrei und können aktuell teilweise schon bis zu 500 Kilometer am Stück zurücklegen.

Gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor haben Elektroautos zahlreiche Vorteile: Ihr Motor ist emissionsfrei, leise und deutlich weniger wartungsintensiv. Er ist einfacher aufgebaut als ein Verbrennungsmotor und kommt ohne Kupplung, Schalldämpfer, Katalysator, Rußpartikelfilter und Kraftstofftank aus. 
Klar ist aber auch: Die Reichweite mit einem Elektroantrieb ist nach wie vor geringer als bei einem Verbrennungsmotor. Ein E-Auto muss also häufiger geladen werden. Aber die Akkukapazitäten werden ständig weiterentwickelt und die Ladegeschwindigkeit stetig verbessert Im besten Fall lässt sich ein Elektrofahrzeug schon in weniger als einer halben Stunde aufladen. 

Gegenwärtig sind drei elektrische Antriebsarten am Markt verfügbar.

1. Vollelektrisch

Bei einem vollelektrischen Fahrzeug kommen ausschließlich elektrische Motoren zum Einsatz. Die Energieversorgung erfolgt durch Akkumulatoren. Elektroautos besitzen einen hohen Wirkungsgrad. Das bedeutet, dass von der Leistung, die aufgewandt wird, um das Auto in Bewegung zu setzen, verhältnismäßig wenig verloren geht. Zum Vergleich: Nach Angaben des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie fließen beim Elektroauto 79 Prozent der Energie direkt in den Antrieb, wa?hrend es beim Ottomotor nur 22 Prozent sind.

2. Hybrid

Hybridfahrzeuge haben einen Elektro- und einen Benzin- oder Dieselmotor an Bord. Ist der Stromvorrat erschöpft, fährt das Auto mit Unterstützung des Verbrennungsmotors weiter. Dabei lassen sich zwei Varianten unterscheiden: Hybrid oder Plug-In-Hybrid. Beim Hybrid kann die Batterie nur während der Fahrt per Generator aufgeladen werden, entweder durch den Verbrennungsmotor oder durch Bremsenergie-Ru?ckgewinnung. Einen Anschluss fürs Stromladen haben diese Fahrzeuge nicht. Rein elektrisch kann ein solches Auto nur sehr kurze Strecken fahren – etwa zwei Kilometer.

3. Plug-In-Hybrid

Beim Plug-In-Hybrid hat das Auto auch noch einen Stecker an Bord. So lässt sich der Akku nicht nur automatisch während der Fahrt aufladen, sondern auch an einer Ladestation. Strecken bis rund 50 Kilometer sind komplett elektrisch fahrbar, bevor der Verbrennungsmotor wieder mithelfen muss.  Vorteil der Hybridfahrzeuge: Wegen des vollwertigen Verbrennungsmotors entspricht ihre Gesamtreichweite der eines Diesel- oder Benzinfahrzeugs.

Die Zeiten, in denen man beim Kauf eines Elektroautos die Wahl zwischen drei Fahrzeugen hatte, sind vorbei. Mittlerweile haben zahlreiche Automobilhersteller E-Autos entwickelt, gebaut und in Serienfertigung auf den Markt gebracht. Laut Verband der Deutschen Automobilindustrie werden die deutschen Automobilhersteller ihr Modellangebot bis zum Jahr 2020 mehr als verdreifachen – von derzeit 30 Modellen auf knapp 100.

Förderung von Elektromobilität

Steuerliche Förderung

Befreiung von der Kfz-Steuer

Reine Elektrofahrzeuge (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeuge) sind übergangsweise von der Kfz-Steuer ausgenommen. Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2015 erstmalig zugelassen wurden, sind zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Für Elektrofahrzeuge mit erstmaliger Zulassung zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020, entfiel die Kfz-Steuer zunächst für fünf Jahre. Mit dem im Entwurf vorliegenden Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr soll die fünfjährige Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf 10 Jahre ausgeweitet werden. Ab dem 1. Januar 2021 erstmalig zugelassene Fahrzeuge profitieren voraussichtlich nicht mehr von dieser Sonderregelung.

 

 

Bundesförderungen

Umweltbonus

Seit dem 2. Juli 2016 wird der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines Elektroautos bezuschusst. Der Bonus gilt rückwirkend für alles Autos, die seit dem 18. Mai 2016 erworben wurden. Für rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge erhalten die Käufer einen Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro, für Plug-in Hybride (mit weniger als 50 g CO2-Emission pro km) bekommen Käufer eine Prämie von 3.000 Euro. Für den Erhalt des Bonus gibt es zwei Voraussetzungen: Da sich Staat und Industrie jeweils zur Hälfte an dem Bonus beteiligen, sind nur Autos bestimmter Hersteller förderwürdig. Außerdem muss der Netto-Basislistenpreis (ohne Zusatzausstattung) des Autos unter 60.000 Euro liegen (brutto 71.400 Euro). Da der hälftige Preisnachlass von 1.500 bzw. 2.000 Euro durch den Autoverkäufer auf den Nettokaufpreis gewährt wird, ergibt sich für den privaten Käufer ein Bruttovorteil von 3.285 bzw. 4.380 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

 

Die Förderung ist so lange erhältlich, bis die vorgesehenen Mittel in Höhe von 600 Mio. Euro aufgebraucht sind, längstens jedoch bis Ende 2019. Der Förderantrag kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link www.bafa.de/DE/Home/home_node.html

 

KfW-Umweltprogramm

Mit dem KfW-Umweltprogramm 240/241 werden umweltfreundliche Investitionen gefördert, wie beispielsweise die Anschaffung von Elektrofahrzeugen. Wer als Unternehmer ein Elektrofahrzeug anschafft oder Ladeinfrastruktur auf seinem Gelände errichtet, erhält über das KfW-Umweltprogramm 240/241 günstige Kredite zur Finanzierung.

Antragsberechtigt sind in- und ausländischer Unternehmen sowie Freiberufler. Alle Informationen zum KfW-Umweltprogramm finden Sie hier 

 

Landesförderung

Hessen fördert zudem innovative Elektro-Carsharing-Projekte, zum Beispiel den Aufbau eines mit E-Autos betriebenen Angebots in Mörfelden-Walldorf und Friedrichsdorf oder das Projekt eMoR („Elektromobilität Rhön“). Denn ein „geteiltes“ Auto kann bis zu zehn private Pkws ersetzen und damit knappen Verkehrsraum in den Innenstädten freimachen.

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