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Bildunterschrift von links nach rechts: Erster Stadtrat Timo Greuel, Architekt Hans Birli, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Hanau Stefan Betz, Architekt Daniel Jünger, stellv. Bauamtsleiter Alexander Kempski, Roland Franz von der Bauaufsicht des Main-Kinzig-Kreises, Bürgermeister Jörg Muth, Verena Lenz, Amtsleiterin Soziales, Familie, Kultur und Bauamtsleiter Axel Planiczky.

Bauantrag Kindertagesstätte „Kunterbunt“

Bauantrag für Kindertagesstätte „Kunterbunt“ an die Bauaufsichtsbehörde des Main-Kinzig-Kreises übergeben

 

Am 31. Januar 2018 übergaben Bürgermeister Jörg Muth (CDU) und Erster Stadtrat Timo Greuel (SPD) mit Vertretern der Bauverwaltung, des beauftragten Architekturbüros Birli aus Griesheim, den Bauantrag für den Neubau der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ an Herrn Roland Franz von der Bauaufsicht des Main-Kinzig-Kreises. In den vergangenen Monaten wurden die Pläne durch das Bauamt und das Architekturbüro in Absprache mit dem zukünftigen Betreiber, dem Deutschen Roten Kreuz, vertreten durch Herrn Stefan Betz und Frau Verena Lenz vom Amt für Soziales-Familie-Kultur, ausgearbeitet. Die Nutzfläche der zukünftigen Kindertagesstätte mit Familienzentrum hat eine Größe von 1.295 m². Der umbaute Raum ist lt. Angaben des Bauamtsleiters Axel Planiczky mit 7.050 m³ berechnet.

Nach Aussage von Bürgermeister Muth wächst die Stadt Langenselbold seit zwei Jahrzehnten kontinuierlich. Derzeit entsteht das Neubaugebiet „Im Niedertal III“. Die Erschließungsarbeiten sind nach Auskunft des Bauamtsmitarbeiters Norbert Mikulla bis zum 28.02.2018 abgeschlossen. Das bedeutet, dass ab 01. März 2018 Bauanträge gestellt werden können. Wahrscheinlich werden auch viele junge Familien „Im Niedertal III“ ihr neues Zuhause finden. Mit diesem Zuwachs, so der Rathauschef, besteht auch der Bedarf nach Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Deshalb baut die Stadt Langenselbold an zentraler Stelle im Neubaugebiet, nämlich „Am Bürgerplatz 1“, die neue Kindertagesstätte „Kunterbunt“ mit Familienzentrum. Diese wird insgesamt zwei Regelgruppen (Ü 3), eine Kleinkindergruppe (U 3) und eine Hortgruppe beherbergen. Insgesamt können nach Fertigstellung 76 Kinder betreut werden. Das Familienzentrum

ermöglicht darüber hinaus auch eine bürgerschaftliche Nutzung des Gebäudes. Das Gebäude erklärt Architekt Birli wird L-förmig auf dem Baugrundstück an der Südseite des Bürgerplatzes errichtet. Es besteht aus einem südlichen und westlichen Gebäudeflügel und einem Kopfbau für das Familienzentrum zum Bürgerplatz hin, damit das Gebäude als Gestaltungselement (architektonisch) den Bürgerplatz einrahmt und aufwertet. Von dem Haupteingang ist alles im Gebäude schnell zu erreichen, erklärte Erster Stadtrat Timo Greuel. Über das große Foyer erreicht man die Gruppenbereiche, den Mehrzweckraum sowie den Küchen- und Essbereich. Im Obergeschoss sind die Räume für die Hortgruppe vorgesehen. Zwei Treppenanlagen und ein Aufzug stellen die barrierefreie Verbindung zwischen beiden Geschossen her. Alle Gebäudeteile erhalten ein begrüntes Flachdach. Dieses kann je nach Wunsch mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. Die Fassaden werden durch Vor- und Rücksprünge, so die Architekten Birli und Jünger, abwechselungsreich gestaltet. Die Planung sieht vor, dass die Hauptzugänge ebenerdig bzw. durch kleine Rampen zu erreichen sind. Wichtig ist, dass es innerhalb der Geschosse keine Vorsprünge gibt und durch den Aufzug und die ausreichend bemessenen Türbreiten Rollstuhlfahrer in alle Bereiche des Gebäudes gelangen können. Natürlich wird es auch ein barrierefreies WC geben. Der Bürgermeister erläutert, dass die Beheizung des Gebäudes über Fernwärme aus einem nahe gelegenen Blockheizkraftwerk (BHKW) erfolgen wird. Der Investor, welcher den Zuschlag für die Bauträgergrundstücke bekommt, soll das BHKW errichten und der Stadt Langenselbold einen kostenlosen Anschluss ermöglichen. Selbstverständlich erfolgt die Wärmeverteilung über eine Fußbodenheizung. Diese hat sich schon beim Neubau des Krippenhauses bewährt.

Der Garten mit einer Größe von 1.300 m², der von dem L-förmigen Gebäude zweiseitig umfasst wird, dient als Spielfläche für die Kinder. Vor der Außenseite des Gebäudes, auf der Nord- und Ostseite entstehen Parkplätze für die Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen.
Das gesamte Raumprogramm des Erdgeschosses umfasst das Foyer, drei Gruppenräume mit Intensivräumen und Kinderbädern, Spielflure, Mehrzweckraum,

Kita-Leitungsbüro, Essbereich und Küche, zwei Vereinsräume im Familienzentrum, die erforderlichen WC´s und die technischen Anlagen mit einer Fläche von 836 m². Im Obergeschoss befinden sich die Hortgruppe mit zwei großen Räumen, Lager und Wc´s, die Personalräume mit Umkleidemöglichkeiten mit insgesamt 459 m². Das Gebäude wird nach Aussage von Birli und Kempski in Massivbauweise errichtet. Die Wände bestehen weitgehend aus Kalksandstein. Die Bodenplatte und das Dach werden aus Stahlbeton erstellt. Das gesamte Gebäude wird der Energieeinsparverordnung mehr als gerecht werden.

Nachdem nun der Bauantrag dem Main-Kinzig-Kreis zur Prüfung übergeben wurde, werden parallel die Ausschreibungen der Erd- und Rohbauarbeiten durchgeführt. Nach Auffassung des Architekturbüros Birli und Jünger, könnten die Bauarbeiten im Juni oder Juli dieses Jahres beginnen. Wenn es im Winter 2018/2019 keine großartigen Wetterkapriolen gibt, könnte die Kindertagesstätte mit Familienzentrum zum Jahreswechsel 2019/2020 bezugsfertig sein.

Bürgermeister Jörg Muth und Erster Stadtrat Timo Greuel freuen sich, dass nun der Startschuss für das Projekt gefallen ist, und hoffen, dass der zeitliche als auch fianzielle Rahmenplan eingehalten werden kann.